Martin Oetting (ach, ich liebe seine Schreibe und klar strukturierende Denke) hat's mal wieder auf den Punkt gebracht: Twitter Marketing ist Unsinn. Es sei denn, man ist Twitter.
Ziemlich provokante Überschrift, denn ich assoziierte zunächst, dass er meint, Twitter tauge nicht als Marketinginstrument. Und das konnte ich bei ihm eigentlich gar nicht vorstellen.
Aber das meint er auch gar nicht. Sondern:
Der Begriff "Twitter-Marketing" (wahlweise austauschbar durch "Facebook-Marketing", "Blog-Marketing"…) lenkt den Fokus ab von der wichtigsten Frage: WAS, welches Produkt soll vermarktet werden?
Stattdessen lenken solche Begriffe hin zu der erst im zweiten oder dritten Schritt zu stellenden Frage: WIE vermarkte ich dieses Produkt? Also: Welche Marketinginstrumente setze ich ein?
Und, nein, ich empfinde es nicht als Korinthenkackerei, darüber zu mosern, wenn solch irreführende Begriffe benutzt werden. Ich bin mit Martin, den ich so interpretiere, dass er die Begriffsverwendung tatsächlich für stellvertretend hält für die Einstellung, die Denk-Herangehensweise der Marketing-Macher.
Er warnt davor, die Mittel zum Zweck zu machen. Danke fürs Wecken.
Bild: Maren Beßler, pixelio und Eigenbearbeitung
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