Sascha Lobo und die Polarisierung

loboist2So, nun hab ich's geschafft, mir die Sendung Der LOBOist, die gestern auf ARTE lief, auch anzugucken. War rein technisch gar nicht so einfach, der Stream funktioniert nur manchmal. Egal, hat ja geklappt. Und bei wem nicht: Die Sendung wird am Fr., 31.7.09 um 9.55 Uhr auf ARTE wiederholt.

Sascha fragte gestern über Twitter, wie's für uns war: Gut war's. Erinnerte mich von Aufmachung und Tonalität her stark an Die Sendung mit der Maus [bin eingeschworener Fan der Serie]: Recht komplexe Vorgänge werden erklärt: charmant, manchmal augenzwinkernd aber immer allgemeinverständlich. Und ich muss sagen, ich hab tatsächlich eine Menge über Lobbyismus gelernt.

Und über perfektes Selbstmarketing. Denn natürlich kreiste auch hier eine Menge um die Person Sascha Lobos. Aber auf ebenfalls charmante Art. Und hey, wenn er's nicht kann, wer dann? Der Mann ist Werber. Und zwar ein ziemlich guter.

Ich finde übrigens die Wahl des Ausstrahlungstermins seitens ARTE äußerst geschickt. Einen viel quotenträchtigeren Sendetermin als so kurz nach dem ganzen Wirbel wegen des Vodafone-TV-Spots hätten sie nicht finden können.

Wobei ich den Bohei und die entrüsteten Aufschreie wegen Lobos Mitwirkung* in dem Spot in der ach so crediblen Blogger-Szene überhaupt nicht verstehen kann.

*Ok, Ute Hamelmann (besser bekannt als Schnutinger), Rob Basic und Markus Angermeier aka Kosmar haben auch mitgespielt. Aber das ging im Getümmel ein bisschen unter.

Was bitte ist Verwerfliches daran, in einem Werbespot mitzuwirken? Ich pack diese Entrüstung einfach mal in die Kategorie "Neid".

Übrigens hat Lobo in einem Interview mit sich selbst (nette Idee, so ein Selbstinterview) selbst zu der ganzen Vodafone-Geschichte 'ne Menge gesagt.

Fakt ist: Lobo IST inzwischen ein Promi. Mal ehrlich: Wie viele von uns haben's schon zu einem eigenen Wikipedia-Eintrag, diversen renommierten Auszeichnungen oder einer eigenen regelmäßigen Glosse im Fernsehen (Sixtus vs. Lobo in der Computersendung neues auf 3sat) gebracht?

Aber Lobo hat lange und konsequent daran gearbeitet, bekannt zu werden, er wurde nicht über Nacht entdeckt, weil er ein "cooler Blender" ist. Er stand immer schon für gutes Selbstmarketing, für Polarisierung UND für Textqualität. Beispiele:

Provokante Titel exzellent getexteter Bücher:
Wir nennen es Arbeit – die digitale Bohème oder: intelligentes Leben jenseits der Festanstellung

Dinge geregelt kriegen – ohne einen Funken Selbstdisziplin

Das 2005 von Lobo und anderen gegründete Blog Riesenmaschine erhielt immerhin den Grimme-Online-Award.

Und natürlich versteht Lobo als Werber etwas von Branding: Mohawk-Frisur plus Anzug sind nur scheinbare Gegenpole – die Kombination von beidem ist ein prima Markenzeichen. Das Lobo wiederum prächtig einzusetzen weiß: Das Mikro mit Irokesen-Frisur in der ARTE-Sendung fand ich richtig, richtig schick.

Langer Rede, kurzer Sinn: WEIL Lobo inzwischen ein Promi ist, taugt er als Testimonial. Und er wäre ein schlechter Werber, wenn er nicht die Chance beim buchstäblichen Schopf ergreifen würde [Kalauer-Modus off], in einer Riesen-Kampagne eines renommierten Unternehmens als Testimonial mitzuwirken. Punkt.

Was ich an der ganzen Vodafone-Geschichte viel spannender finde: Dass ÜBERHAUPT Blogger und (wie auch immer als solche geeignete) Repräsentanten der Web 2.0-Szene für eine Kampagne eines Majors eingesetzt werden, heißt doch vor allem eins: Web 2.0 wird salon- und mehrheitsfähig. Und ich denke, das ist etwas, wofür sich sehr (!) viele von uns schon seit langer Zeit engagieren.

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18 Kommentare zu “Sascha Lobo und die Polarisierung”

  1. Das ist ja klar, dass ne Werberin einem Werber in den Arsch kriecht. Nur weiter so mit der Selbstbeweihräucherung. Und immer wieder die gleiche Schutzbehauptung bei Kritik: Die "Proleten" sind Neider. Ich kanns nicht mehr hören. Haben Sie eigentlich überhaupt die Essenz der Kritik der Community geschnallt? Es geht um GLAUBWÜRDIGKEIT. Lobo will ein freies Internet, verkauft seinen Arsch aber an ne Zensurfirma. Ist das denn so schwer zu verstehen? Er kann werben so viel er will, von mir aus auch für Wurstbrötchen. Aber seinen Pseudojournalismus nehme ich ihm nimmer ab. Ein Journalist hat unabhängig zu sein. Gerade dann, wenn er meint unabhängig sein zu müssen. Aber als Marketingtussi können Sie das eh nicht kapieren. Sie prostituieren sich ja eh für jeden Mist.

    Schönen Tag auch.

  2. @chesmond Wow, scharfe Worte. Ist es eigentlich Pflicht, Kritik an Meinungen anderer in wüste Beschimpfungen unter der Gürtellinie zu verpacken, um "glaubwürdig" zu sein? Soll ich Ihnen ein Geheimnis verraten, Chesmond? Das ist NICHT so.

    Im Gegenteil, es fällt mir ein bisschen schwer, an Ihren persönlichen Beleidigungen vorbei mich zum sachlichen Kern dessen heranzulesen, was Sie mir eigentlich sagen wollen. Auch Ihnen einen schönen Sonntag.

  3. Alle großen Telekommunikationsunternehmen werden diese Regeln durchsetzen chesmond. Ob die nun mit A, E, O, T oder V beginnen ist vollkommen egal.

    Ich glaube es ist falsch sich gegen die Telekommunikationskonzerne zu wenden, die uns ja generell erstmal den freien Zugang zu allem ermöglichen. Wenden muss man sich vor allem an die Politik. Die Wirtschaft hat KEIN Interesse Kunden zu verlieren, ich denke da war letztlich nur die Angst vor der Politik entscheidend – deshalb fand ich die vorige zensursula Debatte wesentlich angebrachter als die ziemlich durch Egomanie hochgeputschte lobofone oder zensurfone Debatte.

    Für mich haben gerade viele Blogger den eigentlichen Ausgangspunkt total außen vor gelassen.

  4. Ich hab das Gefühl, wir haben hier verschiedene Themen am Wickel: Das eine ist die Zensur, gegen die auch ich bin. Und zu diesem Thema bin ich völlig mit dir, @Kathi: Die Telekommunik.-Firmen setzen nur um, was die Gesetzgebung vorgibt.

    Sich gegen zensierende Gesetze zu wenden, finde ich richtig und wichtig. In dem Punkt sind wohl auch wir, @chesmond, uns einig.

    Ich finde deine, Kathis, Anregung, nach den tatsächlichen Verursachern von Missständen, z. B. Zensur zu suchen, richtig. Und das ist der Gesetzgeber. Und wie nimmt man Einfluss auf die Gesetzgebung?

    1. Durch reichhaltige Verbreitung seiner Meinung, z. B. in der #zensursula-Debatte auf twitter, in den Bloggs oder auch in klassischen Medien.

    2. Durch den Versuch, direkt Einfluss zu nehmen auf die Politik. Insofern war doch Lobos TV-Tutorial: "Wie betreibe ich Lobbyismus?" eigentlich eher hilfreich, um sich z. B. gegen Zensur erfolgreich zu wehren. Er zeigt, wie's funktioniert…

  5. Okay falls Sie mal von meiner persönlichen Haltung gegenüber Ihrer Berufsgruppe absehen können ein kleiner Link zum nachlesen.

    http://www.sueddeutsche.de/computer/371/480848/text/

    Da steht alles Wichtige drin.

    //By the way: Ich habe während meines Studiums auch ein Managementseminar besucht. Alles nur heisse Luft. Das was Ihre Branche so von sich gibt konnte ich mir mit gesunden Menschenverstand erschliessen. Sie leben davon, schön.

  6. Ach nochwas zum Thema Lobbyismus. Ich hab zwar leider Sie Sendung vom "tollen" Sascha nicht sehen können (werde es aber nachholen) aber wer betrebt den Lobbyismus hauptsächlich? Grosse Konzerne, Verbände, Vereinigungen. Und die Werbeindustrie natürlich auch. Ein kleiner Blogger oder normaler Internetnutzer hat doch keine Lobby. Sie als Werber sind doch die Meinungsmacher. Dann sehen Sie auch die Gefahren die darin liegen. Eine aufkommende Zensur ist der Anfang aller Gleichschaltung. Und dabei ist es Wurscht ob Sie nur der Gesetzgebung folgen. Ich für meinen Teil werde das Internet abschalten wenn ich merke dass Internseiten gebloggt werden sollten. Oder halt Wege finden, dass zum umgehen. Ich brauche keine Verhältnisse wie in China.

  7. Hi chesmond, hab kein Problem damit, dass Sie unserer Berufsgruppe gegenüber Vorbehalte haben. Und in diesem Punkt zum Thema Managementseminare gebe ich Ihnen Recht: "Das was Ihre Branche so von sich gibt konnte ich mir mit gesunden Menschenverstand erschliessen." Marketing ist keine Geheimwissenschaft. Im Gegenteil: Das Gute – und seriöse – daran ist, dass man es sich eben mit gesundem Menschenverstand erschließen kann. Problem für viele Unternehmer dabei nur: Dieses sich selbst Erschließen macht enorm viel Arbeit. Man muss sich ganz schön tummeln. Und darauf haben sich Leute wie ich eben spezialisiert. Wir leben also davon, anderen Unternehmern in diesem Punkt Arbeit abzunehmen, ihnen zu helfen, ihre Aktivitäten zu steuern.

    Und zum Thema Lobbyismus. Auch völlig d'accord: Lobbyismus betreiben vor allem die großen Unternehmen. Weil klassischer Lobbyismus eben leider schei… teuer ist – und darüber hinaus übrigens auch ein "Handwerk", das professionell zu beherrschen nicht so "mal eben" ist. Ich finde nur den Rückschluss, den Sie daraus ziehen, ziemlich resignativ, nämlich zu sagen: Von Lobbyismus profitieren doch nur die Großen. Ich fänd's viel konstruktiver zu sagen: Ok, dann nicht auf dem klassischen Weg, weil mir/uns das Geld und die wirtschaftlichen Druckmittel fehlen. Aber wie wär's denn, sich eine Art Guerilla-Lobbyismus auszudenken? Den es ja in Ansätzen in Blogosphere und SocialNetworks durchaus schon gibt. Web 2.0 wird immer mächtiger. Und wenn man daran gezielt weiterarbeitet, IST das genau die Lobby, die Sie vermissen.

    Zu dem Artikel-Link zur SZ: Ich finde im Gegensatz zu Ihnen durchaus nicht, dass da alles drin steht, was man zu diesem ganzen Themenkomplex wissen sollte.

    Aber ich stimme der Aussage dort zu, dass auch dieses Unternehmen noch sehr viel lernen muss in der direkten Kommunikation mit den Kunden. Da wurden und werden noch tierisch viele Fehler gemacht, die von Unkenntnis dieser Kommunikationsform zeugen. Aber hey: Die Companies fangen an, zu lernen – weil sie müssen. Weil klassische Ads immer weniger verkaufen. Und das wiederum bedeutet: Das interaktive Web 2.0 IST schon so sehr Lobby, wirtschaftlich so mächtig, dass auch die Majors beginnen müssen, sich darin zu tummeln. Das finde ich ein gutes Zeichen.
    Und zum Thema Zensur noch einmal: Wie Sie bin ich ABSOLUT gegen Zensur, Gleichschaltung und Verhältnisse wie in China (oder jetzt auch in Afghanistan)

  8. Naja gut einverstanden. So eine Art direkte Demokratie der Internetnutzer. Wie eine Bürgervereinigung. Absolut okay. Aber gerade davor haben die Regierungen doch Angst: Macht zu verlieren, und gewisse Lobbies auch. Die Pharmaindustrie beispielsweise wird ein Teufel tun zu erlauben, dass es unabhängige Internetapotheken gibt mit billigen Generika. Ebenso würden viele Leute kleinere verbrauchsarme Autos kaufen, wenn es nur schick wäre. Aber die Medien propagieren teure protzige Riesenschlitten. Daran ist die Werbung schult. Sie suggeriert Bedürnisse in den Menschen, die nicht notwendig sind, um einen guten Stand zu haben. Thema Kundenbindung usw. Naja das führt zu weit. Auf was ich rauswill haben Sie ja schon erkannt.

    Mein Punkt ist, dass heutzutage ALLES und jeder sich vermarktet. ICH AGS… casting shows, alles ist nur noch Schein und Oberflächlichkeit. Im Grunde geht es mir dabei um eine Gesellschaftskritik. Und gerade da hat sich der Gute Lobo unglaubwürdig gemacht. Irgendwie schizophren das Ganze. Wie wärs denn mal einen Gang zurückzuschalten? Unsere Ressourcen auf diesem Planeten gehen zur Neige. Vielleicht sollte das mal in den Medien ankommen. Ich brauche nicht alle 2 jahre ein neues Handy nur um "mithalten" zu können. Mir kommt die ganze Konsumgesellschaft vor wie eine Maschine die überhitzt. Mal nen Gang niedriger schalten.

    Grade ihr Werber solltet da mal Vorreiter sein. Die breite Masse lässt sich so gerne von "Statussymbolen" locken. Warum macht Vodafone nicht auf Grün? Grün statt Rot. Freiheit statt Gleichschaltung? Mal die Marktstellung der Regierung entgegenstellen? Es ist alles viel zu sehr angepasst. Meine Meinung.

    In diesem Sinne ein etwas versöhnlicherer Sonntag.

  9. @ Elke

    Genau wegen solcher Beiträge bin ich froh, dass Du aus der Ferne wieder in meinen Feedreader zurück gekehrt bist!

  10. @Knuth Och – Freude. Dankeschön! *Ordentlicher Knicks mit ein bisschen rot-werd*

  11. Gerade weil ich den Lobo für ziemlich clever und kreativ halte, fand ich sein Mitspielen bei der Kampagne enttäuschend. Denn vor allem find ich die Werbung konzeptionell schwach, unglaubwürdig und so furchtbar durchsichtig. Aufgesetzt und hektisch angeschoben, weil T-Mobile das iPhone besetzt. Das mit den Netzsperren setzt dem ganzen dann nochmal das Krönchen auf.

    Hauptsache Aufmerksamkeit? Wenn's Kritik hagelt, dann "wollte man ja eh nur polarisieren"? Hm, nee, das überzeugt mich persönlich einfach alles nicht.

    Aber wenn der Lobo schön was verdient, wenn er schön was macht, das find ich vollkommen in Ordnung.

  12. Ich find die Kampagne selbst auch eher flach und enttäuschend. Sie ist einfach in der Idee nicht neu. Nur Emotion reicht nun mal nicht immer. Da gebe ich Tina Recht – durchsichtig und hektisch angeschoben.

    Aber dass Lobo und andere da mitmachen, find ich vollkommen ok. Sie haben den Spot nicht konzipiert, sie haben ein Engagement angenommen. Das hieß konkret: Sei dann und dann an einem bestimmten Ort, setze dich in einen Bus und telefoniere mit einem Handy. Dafür erhältst du Summe X. Hey, auch Lobo hat nen Kühlschrank, der gefüllt werden muss. Ich hätte da auch gerne mitgespielt. Aber mich haben sie leider nicht gefragt. ;-)

    Ich kann auch Chesmonds Gedanken nachvollziehen. Aber das ist für mich einfach ne andere Baustelle. Ich würde auch gerne die Welt verändern und auch und vor allem unser Gesellschaftssystem. Aber bitte mit vollem Magen und satten und gut ausgebildeten Kindern…

    Und dann noch – wenn mehr Journalisten die Selbstmarketing-Fähigkeiten eines Sascha Lobo hätten, ginge es vielen deutlich besser. Die Welt ist nun mal nicht nur schwarz und weiß, sie ist bunt. Und ja, zu unserem System gehört nun mal auch Werbung.

  13. Ja, ich stimme Biggi da weitgehend zu. Allerdings ist Lobo kein armer Journalist, sondern hat nach eigener Aussage für die Hälfte der DAX-Unternehmen gearbeitet, die Referenzen lassen jetzt nicht unbedingt auf einen leeren Kühlschrank schließen. Was aber den finanziellen Vorteil an sich jetzt aber auch nicht verwerflicher macht. Er war sich sicher bewusst, dass er dafür Ausverkaufsvorwürfe kassieren wird und ich hoffe, das ist entsprechend vergolten worden. ;-)

    Dann hat er sich für den Spot nicht nur in den Bus gesetzt (er selbst hasst den ÖPNV), er ist auch als Berater für Vodafone tätig. Ich weiß nicht, ob er die Kampagne mitkonzipiert hat, aber zumindest scheint er da auch strategisch involviert.

    Wobei auch Herr Gründgens von Vodafone wohl gerne möchte, dass man über ihn grübelt:
    “Sascha Lobo und Ute Hammelmann sind keine Testimonials.”
    “Sascha Lobo macht keine Werbung für Vodafone.”

    Ähem. Und die Sonne ist grün?

    Und dann hab ich noch ne Frage: Robert Basic und Kosmar hab ich weder im Spot noch auf der Website zur Kampagne gesehen?

  14. @Tina: Robert Basic sitzt direkt hinter Sascha Lobo im Bus brav rum. Eine kurze, schnelle Einstellung. Kosmar kenn ich nicht. Und – klar ist Lobo kein armer Journalist, damit meinte ich nicht ihn, sondern viele andere. Aber ob er nur spielt oder auch berät und wer Herr Gründgens ist, all das weiß ich nicht. Was ich aber weiß – Vodafone freut sich, dass wir hier diskutieren. :-)

  15. Ah ja, danke für die Aufklärung! Wenn ich den schon nicht erkenne … ;-) Herr Gründgens ist Director Brand & Marketing Communications Vodafone Deutschland GmbH. Und da kann Vodafone sich gern über den Diskurs freuen, die ganze Kritik wird nach meiner Einschätzung nicht mehr Kunden in deren Arme spülen – im Gegenteil. Die Idee, die Multiplikatoren anzusprechen, beinhaltet immer das Risiko, die Meinungsbildner zu enttäuschen …

  16. @tina de luxe: Hi Tina, nur, um noch mal kurz was klarzurücken hier: Mit diesem Posting wollte ich ausdrücklich nicht die Vodaphone-Kampagne als positiv bewertet wissen – um die ging es mir hier gar nicht. Das hast du in deinem Blogposting etwas missverständlich formuliert.
    Es ging mir darum, dass ich das Bashing von Lobo, weil der sich für die Kampagne hat engagieren lassen, Grütze finde. Und das sehe ich nach wie vor so. Hey, er hat sich die Kampagne nicht ausgedacht, er war dort nur Statist.

  17. Das ändere ich natürlich gern in meinem Eintrag, das hatte ich etwas anders verstanden.
    Aber nix Statist: "Ich werde mich weiter inhaltlich einbringen und freue mich deshalb, dass Vodafone mich nicht nur als Testimonial, sondern auch als strategischen Berater an Bord geholt hat." Das steht so im Selbstinterview. Ich finde aber auch, dass man sehr gründlich prüfen muss, wo man mitspielt und ob das dann passt, wenn man für gewisse Werte steht.

    Zu den professionellen Fehlern finde ich, da muss Kritik erlaubt sein, der öffentliche Fokus ist ja selbstgewählt, aber ein unflätiges Beschimpfe unter die Gürtellinie finde ich absolut daneben. Deshalb ging's mir im Blogeintrag nicht um die Person, sondern um die Kampagne. :-)

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  1. generation leberwurst oder die lobotomie der marke vodafone. | text de luxe - 21. Jul. 2009

    [...] wenn geschätzte Kolleginnen positive Einschätzungen bloggen (da hab ich auch kommentiert), dann will man doch mal nachschauen, ob man nicht was übersehen hat [...]

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