Und jetzt: Guten Gewissens… ja, was eigentlich?

19. Juli 2010 von

Ich hab gerade bei Gitte Härtler im Unternehmenskick den Artikel Ich bin’s, das schlechte Gewissen gefunden. Den ich übrigens recht inspirierend finde, um mal in sich hineinzuhorchen, was man warum alles so verschiebt, was das emotional mit einem macht und daran entlang zu überlegen, wie man das 'blöde Gefühl' wegbekommt.

Mich hat Gittes Beitrag zu einem 'Schwester-Beitrag' animiert: Was tut ihr, wenn ihr mal ein so richtig gutes Gewissen habt?
Zum Beispiel, weil

  • ihr ein aufwändiges Projekt pünktlich und richtig gut abgeschlossen habt
  • ihr heute ganz viele Punkte eurer To Do-Liste geschafft habt
  • euch heute ganz viel gelingt, ihr richtig in Top-Form seid
  • ihr etwas 'Unangenehmes', bisher vor euch Hergeschobenes erfolgreich erledigt habt
  • mehr erledigt habt, als ihr euch eigentlich vorgenommen hattet
  • ihr einfach spürt, dass ihr heute euren Job richtig gut gemacht habt

Belohnt ihr euch mit Shopping, faulenzen, spazieren gehen, Eis essen?

Nutzt ihr die den Schwung der Endorphine, um gleich munter und fröhlich das nächste Projekt anzugehen?

Diese Frage finde ich genauso spannend wie die nach dem Umgang mit dem schlechten Gewissen.

Und ich möchte eine Wette abschließen: Ich behaupte, dass die meisten unter uns viel schneller Antworten finden auf die Frage: Wie gehe ich mit einem schlechten Gewissen um, als auf die Frage nach dem Umgang mit einem guten Gewissen.

Denn ich vermute, die meisten haben in ersterem viel mehr Routine, oder?

Foto: m-o-d, pixelio


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2 Kommentare zu Und jetzt: Guten Gewissens… ja, was eigentlich?

  1. Alexander von Halem on 19. Juli 2010 at 19:58

    Sich selbst zu belohnen ist eine noch größere Kunst, als andere (gebührend) zu belohnen. Sie will gelernt bzw. geübt sein. Wichtig ist, denke ich, den Moment des Erfolgs erst einmal auszukosten und ihn bewusst zu erleben. Und sich zumindest eine Kleinigkeit zu gönnen, irgendeine impulsive Handlung, die man sich sonst im "Alltag" nicht traut. Ein Spaziergang. Mit geschlossenen Augen nur Musik hören. Keine Ahnung. Muss jeder für sich entscheiden.

  2. Gitte Härter on 21. Juli 2010 at 11:54

    Ach, das ist ja lustig! Schöne Idee :-) Ich habe gleich bei uns in den Kommentaren auf diesen "Schwester-Beitrag" verwiesen.

    Ich merke gerade, dass ich selbst gar keine großen Ausschläge habe, was das schlechte oder gute Gewissen angeht. Ein schlechtes Gewissen habe ich eigentlich nur, wenn ich mich mal blöd verhalten habe (was zum Glück nicht oft passiert, also zumindest nicht "blöd" im Sinne von jemandem auf die Füße getreten, verletzt o. Ä.)

    Was mit mir selbst zu tun hat, kommt ohne großes schlechtes oder gutes Gewissen auf.

    Es ist eher etwas wie Unruhe oder Verärgerung, wenn ich etwas nicht tue, was ich tun wollte. Und das Gegenteil ist bei mir auch eher Freude, dass ich besonders produktiv war. Oder ein Auf-die-Schulter-Klopfen. Manchmal, das geht nicht nur mir so, bin ich von meiner eigene "Genialität" überrascht … hihi, wie das klingt: also wenn mir die Idee des Jahrhunderts für einen Kunden gekommen ist oder wenn ich wie in Trance einen Text schreibe und beim Nochmallesen denke "Was, das ist von mir? Wie toll ist das denn!" :-)

    Belohnen oder Selbstflagellation gibt es für mich gar nicht so.

    Einen schönen Nachmittag
    Gitte