Social Media und das neue Gesicht der PR

12. August 2010 von

News aktuell rief und viele kamen. Ich auch. Zu einer sehr kurzweiligen und hochinformativen Präsentation nämlich von Michael Pranikoff – @mpranikoff bei Twitter, dem zu folgen sich lohnt.

Titel: Social Media and the new face of PR

Nein, ich werde hier jetzt nicht einen Abriss der gesamten Präsentation geben, das wird Michael selbst tun, indem er demnächst die ganze Präsentation bei Slideshare einstellt. Bis dahin kann ich Ihnen wärmstens empfehlen, sich Michael Pranikoffs andere Präsentationen bei Slideshare anzusehen. Sind fast alle zum Thema Social Media und Online-Kommunikation.

Aber ich will hier danke! sagen an News aktuell. Die Veranstaltung war nämlich gratis – inklusive Häppchen und Getränken. Und Ihnen empfehle ich, sich auf die Verteilerliste von News aktuell nehmen zu lassen, denn dort gibt es – in verschiedenen Städten Deutschlands – öfter mal tolle Infoveranstaltungen zu allen möglichen Themen moderner Kommunikation.

Und ich reiche ein paar ungeordnete Stichworte aus der Präsentation an Sie weiter, die ich besonders (be)merkenswert fand:

Oha: Im Jahr 2010 werden die Menschen mehr Content produzieren als in der gesamten bisherigen Geschichte der Menschheit zusammengenommen.

Nee, ne?
Es gibt tatsächlich ein Buch Social Media Marketing for Dummies, allerdings nur auf englisch.

Huch? Das größte Netzwerk der Welt ist – nein, nicht Facebook, sondern QQ und wird ausschließlich in China genutzt.

Ach? 70 % aller Facebook-User kommen nicht aus den USA. Ich hätte gedacht, der prozentuale Anteil von US-Usern ist wesentlich höher.

Sag ich doch immer: Flash auf Websites ist Gift – auf Mobilgeräten funktioniert Flash nicht. Es gibt noch viele andere gute Gründe, auf Flash zu verzichten, aber egal.

So hab ich das noch nie gesehen – klingt aber logisch: Weil dies so ist: Wir vertrauen eher Menschen, die wie wir sind, mit denen wir uns identifizieren können. Verbraucher trauen also eher anderen Verbrauchern als einer Marke, einem Unternehmen. (38 % trauen eher anderen Verbrauchern, 32 % der Marke selbst und nur 7 % einem über die Marke schreibenden Journalisten – eMarketer, März 2010) –
macht es mehr Sinn, seinen persönlichen Facebook-Account zu pflegen als die Facebook-Unternehmensseite. Dem persönlichen Account (= Mensch) wird mehr vertraut als dem Unternehmen (= Marke).

Für mich als Texterin, irgendwie bitter, aber natürlich wahr: Die weltgrößten Newssites (Google, Yahoo!, QQ, MSN) sind Aggregatoren, d.h. sie veröffentlichen ausschließlich Content, den sie nicht selbst kreiert haben.

ToDo für viele, auch für mich: Press-Kits sollten heutzutage unbedingt auch Multimedia-Inhalte (Videos, Podcasts, interaktive Elemente) beinhalten, nicht nur Texte.

Schön erklärt: Der Long Tail of PR. Mit dem ersten Aufmerksamkeitsschub bei der Einführungskampagne werden Millionen erreicht. Im Verlauf einer langen Zeit (das ist eben der Long Tail) Milliarden.

Merkzettel für mich: Die knappen, aber guten SEO-Tipps von Michael Pranikoff baue ich in den Artikel ein, den ich demnächst über SEO-Aspekte in Online-Texten schreibe.

Update: Prima, gerade wurde die Präsentation von Michale Pranikoff bei Slideshare eingestellt. Hier ist sie:


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Ein Kommentar zu Social Media und das neue Gesicht der PR

  1. Marina on 21. Oktober 2010 at 14:10

    Wer hätte das gedacht vor Jahren, wie stark solche Communities und Plattformen die Methodik verändern?
    Von Web 2.0 jetzt auch zu PR 2.0