Positionierung als Experte durch Social Publishing

29. August 2010 von

Zeigen Sie der Welt, dass Sie's drauf haben!

So oder ähnlich könnte man den Ratschlag "Positionieren Sie sich als Experte!" umgangssprachlich formulieren.

Besonders für Dienstleister, deren Kunden 'die Katze im Sack' kaufen müssen, die das zu erwerbende Produkte nicht testen können, sind Belege ihres Könnens und Wissens extrem wichtige vertrauensbildende Maßnahmen.

Es gibt vielerlei Möglichkeiten, seine Expertise unter Beweis zu stellen:

  • Angabe von Referenzen auf der Website
  • Veröffentlichen von Kundenstimmen, auch Testimonials genannt – möglichst im O-Ton – auf der Website
  • Schreiben von Blogartikeln
  • Schreiben von Fachartikeln in Printmedien oder in Online-Fachportalen
  • Schreiben von kompetenten Beiträgen in Fachforen, zum Beispiel Beiträge in relevanten Gruppen in Business-Netzwerken, z. B. bei Xing
  • Leitung von Seminaren/Workshops
  • Vorträge halten
  • E-Books veröffentlichen
  • Bücher veröffentlichen (lassen)
  • Das Veröffentlichen eigener Whitepapers und/oder Präsentationen im Internet

Natürlich können und sollten Sie eigene Whitepapers/Präsentationen auch im eigenen Blog/auf der eigenen Website vorstellen, aber noch viel mehr Reichweite erzielen sie, wenn Sie diese Präsentationen Ihres Könnens und Wissens auch auf eigens dafür eingerichteten Portalen einstellen.

Scribd, Slideshare, calaméo und issuu sind vier solcher Portale, die alle irgendwie ähnlich funktionieren:

  • Sie legen einen Account an und aktivieren ihn via E-Mail
  • Sie füllen Ihr Profil aus
  • und laden mit wenigen Klicks Ihre Whitepapers oder Präsentationen hoch.
  • Sie fügen eine Beschreibung und Schlagworte hinzu und ordnen Ihr Dokument einer Kategorie und manchmal auch Unterkategorie zu.
  • Und natürlich achten Sie zur Experten-Positionierung darauf, dass das Dokument öffentlich gemacht wird. Sie haben zwar überall die Möglichkeit, ihr Dokument als 'privat' zu kennzeichnen, aber wenn niemand es lesen kann, nutzt es Ihnen für den hier angesprochenen Zweck  nicht.

Fertig. Im Prinzip.

Denn damit nicht nur Zufallsklicks auf Ihrer Präsentation landen, sollten Sie die Veröffentlichung jeder Präsentation natürlich auch bekannt machen: Über Twitter, Facebook, Xing, in Ihrem Blog, auf Ihrer Website…

Und sich dann darauf freuen, dass andere Ihre Präsentation lesen, als Favorit speichern, weiterempfehlen oder sogar in ihren Blogs/Websites einbetten. Auch das geht nämlich.

Welches der Portale zu empfehlen ist?

Da gibt es keine eindeutige Antwort. Unter Aspekten der Reichweite/Bekanntheit liegt eindeutig Scribd vorn, wobei der Relevanz-Unterschied in Deutschland zwischen Slideshare und Scribd längst nicht so groß ist wie weltweit. Sie sehen das an den Google Trends-Grafiken. Meinem Gefühl nach nutzen und kennen in Deutschland die meisten Leute Slideshare – auch wenn Google Trends Scribd den Vorrang gibt sagt. – Daher stelle ich meine Präsentationen bei beiden Portalen ein.

Unter ästhetischen Aspekten finde ich calaméo und issuu hübscher, weil das nette 'Online-Heftchen' mit Umblätter-Effekt nebst dazu passendem Geräusch erzeugt werden. So kommen die Präsentationen irgendwie 'buchiger' daher und ich mag das. Aber von der Bekanntheit und Relevanz spielen diese beiden Portale leider weder weltweit noch in Deutschland eine Rolle. Schade eigentlich, aber man kann ja seine Präsentationen trotzdem dort einstellen und dann eben diese 'hübsche' Version in die eigene Website einbinden.


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2 Kommentare zu Positionierung als Experte durch Social Publishing

  1. Nico on 31. August 2010 at 14:06

    Danke für die hilfreichen Tipps! Konkreter und vollständiger hab ich es so sonst noch nirgends gefunden!!

  2. Thomas Scheuer on 14. Oktober 2010 at 13:25

    Schöner Artikel. Immer wieder aber kommt das Argument, dass man damit Wissen frei verfügbar macht – gegenüber Mitbewerbern und Kunden. Und leider hält sich diese Befürchtung und ist nicht aus der Welt zu bekommen. Dennoch: Wer nicht zeigt, was er kann, muss sich auch nicht wundern, dass man ihn nicht fragt. Gerade, und das hast Du ja auch geschrieben, bei Dienstleistern ist der Wissenstransfer schon vor der Leistungserbringung zur Kundengewinnung ein erheblicher Punkt, um überhaupt Vertrauen aufbauen zu können.