Der Rhythmus der Selbstständigen

zeit_chronobiologie

Dies ist ein Gastbeitrag von Dr. Christine Hutterer im Rahmen der 'Blogwichtel'-Aktion innerhalb des Texterinnen-Netzwerks TextTreff:

Wir befinden uns mitten 'zwischen den Jahren', in drei Tagen ist Silvester. Jedes Jahr werden viele Menschen, besonders aber Selbstständige, von diesem Ereignis überrascht – ich sage nur: Neujahrskarten für Kunden…

Der Rhythmus ist so wiederkehrend, wie im Tierreich der Winterschlaf, die Brunftzeit oder der Vogelzug. Circannual sagt man in der Chronobiologie dazu, weil sich das Ereignis jährlich (annual) zur etwa gleichen Zeit (circa) wiederholt.

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen?

Der Selbständige wird aber noch von weiteren chronobiologischen Rhythmen beeinflusst:

Circadiane Rhythmen dauern etwa einen Tag, wobei die Dauer zwischen 22 und 26 Stunden variieren kann. Ein typisches Beispiel ist das täglich von neuem auftretende Dilemma, ob man morgens zuerst in die E-Mails klickt und sich ein bisschen auf Facebook umschaut oder sich dem Druck der Deadline im Rücken beugt und gleich arbeitet.

Durch äußere Reize, so genannte Zeitgeber, kann der Rhythmus auf ziemlich genau 24 Stunden geeicht werden. Zu den Zeitgebern gehören sicherlich das periodisch wiederkehrende Verlangen nach Kaffee oder auch der tägliche Anruf von Mama während der produktivsten Phase des Tages (nichtrepräsentative Umfrage unter einigen Selbständigen).

Im wissenschaftlichen Journal Chronobiology International findet sich dazu zwar keine Veröffentlichung, aber würde es eine geben, so kämen Wissenschaftler sicherlich auf das gleiche Ergebnis.

Circalunar – jeden Monat wieder

Doch Selbstständige werden noch von einem weiteren chronobiologischen Rhythmus beeinflusst. Und zwar dem circalunaren Rhythmus. Dieser wird durch die Mondphase (lunar) bestimmt und beschreibt daher ein sich monatlich wiederholendes Ereignis: die Umsatzsteuervoranmeldung!

Auch wenn Selbstständige viele Freiheiten haben und Tag und/oder Nacht arbeiten dürfen, so sind auch sie nicht frei von den Rhythmen, die uns die Natur vorgibt.

Am besten also erst mal eine Tasse Kaffee holen, E-Mails checken und dann ganz entspannt die Umsatzsteuervoranmeldung erledigen.

Über die Autorin:

christine-huttererChristine Hutterer, Lebenswerke, ist freie Medizin- und Wissenschaftsjournalistin und promovierte Biologin. Durch diese Kombination kann sie komplexen Themen oder medizinische Sachverhalte verständlich aufbereiten und vermitteln und kann für ihre Recherchen auf ein Netzwerk an Wissenschaftlern und Medizinern zugreifen. Sie fühlt sich in journalistischen Artikel für Laien ebenso zu Hause wie in wissenschaftlichen Fachtexten.

Foto oben: Wilhelmine Wulff, pixelio

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Im Social Web finden Sie mich u.a. bei Twitter, auf Facebook, bei Google+ und auf Xing.   Elke Fleing lebt in Hamburg und ist Inhaberin von Berufung selbstständig, dessen Ziel heißt: Den Stern Ihres Unternehmens zum Leuchten bringen. Alle Dienstleistungen sind diesem Ziel gewidmet: Positionierungs-Beratung, Kommunikations-Beratung, Blog-Beratung; Werbetexte, Imagetexte, PR-Texte, Blog-Content; Entwicklung von Websites und Blogs; Workshops, Seminare und Inhouse-Schulungen; Veröffentlichung von Sachbüchern und Fachartikeln.

5 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: Rückschau Dezember: Besuch bei den Blognachbarn - Meine Firma und ich - Meine Firma und ich

  2. Also ich habe festgestellt das es echt schwer ist von zuhause aus zu arbeiten.
    und wenn es nur die nachbarn sind, von denen man sich ablenken lässt.

    war damals auch schon kurz davor mich in einem büro einzumieten, damit ich vom home office weg komme. ;)

  3. Wenn man als Selbstständiger jeden Tag Daheim sitzt und arbeitet, fällt es einem denke ich schwer sich auf die Arbeit zu fokussieren. Nach dem Motto "ach dann schlaf ich heute halt mal 2 Stunden länger"… Am sinnvollsten wäre es, sich einen Büroraum außerhalb von Zuhause zu organisieren und alles wie eine normale Arbeit zu behandeln ;)

  4. Also die Umsatzsteuervoranmeldung ist mir persönlich nicht unbedingt ein Graus, da ich die Rechnungen regelmäßig – meist täglich einbuche und somit am Ende des Monats nur der Aufwand für den "klick" zum Senden anfällt. Ich komme damit besser klar als Termine oder Reminder für sowas zu machen.

  5. Der Artikel ist lustig geschrieben. Ja …. man hat schon immer wieder seine "Leistungseinbrüche" in regelmäßigen Abständen zu verzeichnen. Aber man kann zu Zeiten arbeiten wo andere bereits schlafen oder Wochenende haben. Dafür war ich dann halt mal 30 min. länger im Bad oder sonstwo.